Die letzte Station unserer Reise ist in Italien, bei Inpsyde Entwickler Giuseppe Mazzapica. Er war der erste Inpsyder, der nicht deutsch gesprochen hat. Letztes Jahr, als er zu uns kam, stellten wir unsere interne Sprache auf Englisch um. Das vereinfachte die Einstellung von Victor aus Moldawien, Omaar und Khan aus dem fernen Bangladesch, Dardan aus dem Kosovo, Emili aus dem warmen Spanien, unserem Amerikaner Brandon und Cuong aus Vietnam.

Giuseppe Mazzapica

„Ich bin Giuseppe, 35 Jahre alt und komme aus Italien. Ich bin der Mann einer unglaublichen Frau (glaubt mir, sie muss der Wahnsinn sein, um mit mir klar zu kommen) und der Vater eines wundervollen kleinen Mädchens. Wir leben in Catania auf Sizilien – ein Ort zum Verlieben!

Inpsyde Entwickler Giuseppe Mazzapica aus Italien ist froh über den Remote Job bei Inpsyde.

Sizilien ist nicht dafür bekannt, besonders viele Arbeitsplätze zu haben. Viele Menschen, die ich kenne, sind in den Norden Italiens oder noch weiter weg gezogen, um ein gutes Leben zu führen. Bei einer guten, soliden und mitarbeiterfreundlichen Firma wie Inpsyde 100% remote arbeiten zu können ist etwas, das ich wirklich wertschätze und worüber ich sehr dankbar bin. Aber lasst mich erklären, wie ich dorthin gekommen bin.“

Bevor der Computer in mein Leben trat

„Als Kind hielten mich meine Eltern von jedem computerähnlichen Ding fern. Sie wollten, dass ich meine Freizeit damit verbringe Hobbies zu pflegen, die nichts damit zu tun haben, vor dem Bildschirm zu sitzen. Sie gingen davon aus, dass ich noch genug Zeit als Erwachsener dafür haben würde (und sie hatten Recht, wie es aussieht.). Als Teenager zog ich es deshalb vor, mit Freunden abzuhängen. Der PC oder Videospiele interessierten mich einfach nicht. Das Ergebnis: Ich habe in meinem Leben erst zwei oder drei Mal ein Videospiel gespielt. Und ich war 19  Jahre alt, als ich das erste Mal eine Mail versendete. 

Ich war immer gut in Kunst (Ich habe früher viel gemalt), aber irgendwie auch technisch begabt (Lego war seit meinem ersten Lebensjahr eine meiner Leidenschaften). Als es darum ging, ein Studienfach auszuwählen, fragte ich meinen Vater um Rat, und er sagte: „Kunst und Konstruktion? Klingt wie Architektur“ … und Architektur habe ich gewählt.“

Von einem Blog zu Webentwicklung

„Als ich meinen ersten PC hatte, habe ich mir in wenigen Monaten ein paar Grundlagen von HTML beigebracht. Außerdem Macromedia Flash (ja, Macromedia) und dieses neue Ding, über das alle geredet haben: CSS. Zu Beginn der 2000er waren Blogs der neue Trend und „Blogosphäre“ das neue Modewort. In Italien gab es damals eine Plattform, Splinder. Sie ermöglichte jedem einen kostenlosen Blog. Ich habe natürlich auch einen erstellt. Es war ein persönlicher Blog, den ich hauptsächlich nutzte, um Mädchen in ganz Italien kennenzulernen (und es funktionierte auch).

Mein Blog sah sehr gut aus, weil ich CSS und Flash konnte. Darum bekam ich viele Anfragen, ob ich helfen könnte, den Blog besser zu machen. In wenigen Jahren baute ich mir ein Image auf, sodass man mich in meiner Blogsparte kannte. Jeder, der einen toll aussehenden Blog haben wollte, wusste, dass er zu mir kommen sollte.

Eines Tages hatte mich eine Freundin gefragt, ob ich ihr helfen könnte ihren neuen Blog zu gestalten. Er war auf der Basis von WordPress. Das war im Jahr 2005 und das erste Mal, dass ich davon hörte. Ich versuchte ihr zu helfen, aber ab einem gewissen Punkt musste ich aufgeben. Ich sagte zu ihr: „Tut mir leid, aber ich kann kein PHP.“ Im gleichen Jahr schenkte mir ein Freund als Dankeschön für meine Hilfe ein Buch. Der Titel war: „Websites auf Basis von PHP 4 und MySQL bauen“. Und das war der Beginn eines neuen Abschnitts …“

Wie es ist, ein Software Professional zu sein

„Einige Monate später war ich ein ziemlicher Experte in Sachen WordPress. Ich war auch ziemlich drin in PHP. Ich war begeistert von der objekt-orientierten Programmierung, die mit PHP 5 möglich wurde. Irgendwann beschloss ich, meine Expertise zu Geld zu machen. Also verkaufte ich als Teilzeitjob Websites an kleine Unternehmen in meiner Umgebung. Die Jahre vergingen und die Klienten wurden immer größer. Der Teilzeitjob wurde zum Vollzeitjob und ermöglichte mir die finanzielle Unabhängigkeit von meinen Eltern. Nebenher habe ich es sogar geschafft, die Prüfungen von der Uni zu machen. Gelernt habe ich dann immer nachts. Nach wie vor war ich davon überzeugt, dass Entwicklung der Nebenjob ist und dass ich mir meine Zukunft als Architekt aufbauen würde.“

Mein Weg zu Inpsyde

„Im Jahr 2013 hab ich nach neuen WordPress Features gesucht und bin zufällig auf der WordPress Stack Exchange Website gelandet. Dort hab ich festgestellt, dass alle meine Fragen beantwortet werden könnten. Ich begann also, die Menschen in der Community virtuell zu treffen. Mein Engagement ließ mich die Vorstellung meiner Zukunft überdenken. Ich begann, meine Arbeit open source zu teilen und engagierte mich aktiv in der WordPress Community. Schließlich brach ich die Uni ab (Nach 44 von 47 Examen).

Nach zwei Jahren war ich Vollzeit als WordPress Engineer bei einer großen europäischen Mediengruppe angestellt. Ich bin außerdem zu einem der Moderatoren bei WordPress Stack Exchange geworden. Persönlich war ich seit einigen Jahren in einer glücklichen Beziehung und hatte einen guten – und wie ich dachte – langfristigen Job. Darum beschlossen wir zu heiraten. Dann kam der Schock. Als alles für die Hochzeit vorbereitet war, erhielt ich die Info, dass ich gefeuert werden würde. Das Unternehmen entschied, meine Abteilung komplett aufzulösen. Sie wollten WordPress nicht mehr und brauchten deshalb auch keine WordPress Engineers mehr. Mein letzter Arbeitstag war eine Woche vor meiner Hochzeit. Nicht gerade ideal.

Also hab ich in Twitter herumgefragt, ob es irgendwo einen Job gäbe. Einige Leute meinten, dass Inpsyde gerade nach Leuten sucht. Ich kannte die Agentur bereits, weil ein paar Leute, mit denen ich über WordPress Stack Exchange Kontakt hatte, dort arbeiteten. Außerdem hatte ich beim WordCamp Wien 2015 die Möglichkeit, Frank Bültge, einer der CEO’s bei Inpsyde, kennenzulernen. Er wirkte sehr nett, wie jemand, der ein großartiger Chef sein würde. Also hab ich mich beworben. Ich hatte einige wenige Telefonate mit Alex Frison, einem anderen CEO. Aber schon nach dem Ersten war ich überzeugt, bei Inpsyde arbeiten zu wollen.

Mein grünes Insyde T-Shirt habe ich auf meiner Hochzeitsreise in Thailand bereits getragen. Und nach einem Jahr kann ich nur sagen, dass ich mehr als glücklich bin hier zu sein.“


Lies andere „Inpsyder weltweit“ Geschichten:
  • Omaar aus Bangladesch, Unternehmensgründer, Freelancer, Inpsyder.
    „Ich liebe es, Dinge zu machen, die sowohl ihren Zweck erfüllen als auch für den User sehr gut funktionieren.“
  • Dardan aus Kosovo, Start-up-Liebhaber, Freelancer, Inpsyder. „Einer meiner jüngeren Brüder lebt in Deutschland, eine der vielen Dinge, die ich mit den anderen Inpsydern gemeinsam habe.“
  • Emili aus Spanien, Community-Fan, Designer, Inpsyder. „In meiner Freizeit reise ich gern. Ich liebe WordPress und die Community und deshalb versuche ich, an so vielen WordCamps wie möglich teilzunehmen.“
  • Brandon aus den USA, Life Coach, self-taught Programmierer, Inpsyder. „Ich gebe Life Coaching, helfe also Menschen, ihre Ziele zu erreichen.“
  • Cuong aus dem Vietnam, Bücher-Fan, Student, Inpsyder. „Eine Sache, über die ich mir schon viele Gedanken gemacht habe, ist, wie ich allen einen Guten Morgen wünschen soll (wegen der unterschiedlichen Zeitzonen). Meistens kommt ein „nice day everybody :D“ dabei raus, das passt immer.“
  • Khan aus Bangladesch, philosophy-fan, genauer Beobachter, Inpsyder. „Philosophie ist das, was mich am meisten interessiert. Ich denke, jeder Mensch sollte seinen eigenen philosophischen Weg so früh wie möglich einschlagen. Denn ohne eine Beschäftigung mit philosophischen Fragestellungen kann sich niemand weiterentwickeln.“
  • Victor aus Moldavien, IT-begeistert, diszipliniert, Inpsyder. „Ich habe festgestellt, dass deutsche Unternehmen im Vergleich zu anderen EU Ländern gegenüber ausländlischen Spezialisten (Nicht-EU-Bürger einbezogen) offener sind und Remote Work anbieten.“

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