Unser 8. Türchen in unserem Adventskalender!

Leben im Van und arbeiten von überall in der Welt. Eine Vorstellung, die ich mir vor einem Jahr noch überhaupt nicht hätte machen wollen. Doch genau so sahen meine letzten Monate aus. Anfang des Jahres hatte ich noch einen festen Job in einem großen Unternehmen und wie viele eine 40 Stundenwoche plus. Ich hatte meine Wohnung und war froh, wenn ich am Wochenende mal ausschlafen konnte. Du kannst dich darin wiederfinden und möchtest auch etwas daran ändern? Ich gebe dir einen Einblick in meine Geschichte, Erfahrungen mit Remote Arbeiten und zeige dir, wie du auch von unterwegs arbeiten und leben kannst.

Warum habe ich mich für das Leben im Van entschieden?

Wie gesagt, als ich fest in einem Vollzeitjob war und gebunden an den Ort des Unternehmens, habe ich mich oft eine Sache gefragt: Wieso mache ich das? Klar, meine Arbeit hat mir Spaß gemacht und meine Kollegen waren auch super! Doch hat mich oft gestört, dass ich doch, obwohl die Rahmenbedingungen schon wirklich sehr gut waren, meine Zeit oft auch nur abgesessen habe.

Du kennst das vielleicht, du sitzt im Büro, hast gerade deine Mittagspause hinter dir und würdest am liebsten auf die Couch oder erstmal an die Luft. Aber das geht nicht, denn um 13 Uhr hast du schon wieder den nächsten Termin. Und ich hatte viele Termine und Tage, an denen ich nur von Termin zu Termin gerannt bin.

Das heißt, ich musste quasi acht Stunden am Stück konzentriert sein, doch das ist keiner und das geht auch nicht. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. Und so blieb ich dann oft länger und länger und länger. Und dann: bist du spät zuhause, möchtest nur noch ins Bett und kommst zu nichts mehr. Wäsche waschen, einkaufen?? So oft musste ich das am Samstag machen. Dabei wollte ich doch auch mal meine Familie oder Freunde sehen oder einfach mal wegfahren.

Diese Gedanken brachten mich dann schließlich auf eine Idee. Warum einfach nicht machen? Du musst nicht vollzeit für ein Unternehmen arbeiten, wenn du nicht die Freiheit hast auch dein Leben zu leben. Und meine Entscheidung alles hinter mir zu lassen, mit meinem Freund einen Van zu kaufen und einfach loszufahren, habe ich bis heute nicht bereut!

Nun war ich innerhalb von sieben Monaten in Tschechien, Österreich, Kroatien, Schweiz, Liechtenstein, Holland, England, Irland und Schottland.

Auf welche Ressourcen solltest du beim Remote Arbeiten achten

Remote Arbeiten an sich bedeutet ja nur, dass du nicht in einem festen Büro arbeitest, sondern klassischerweise auch von zuhause aus. In meinem Fall ist es wohl die extremere Variante. Ich hatte zunächst Sorge, dass es mit meinen Ressourcen nicht immer so gut klappt. Denn schnelles Internet und Strom für meinen Laptop sind essenziell für meine Arbeit.

Zuhause achtet man da nicht so drauf. Denn ein fester Stromtarif und Internet-Flatrate gehören ja zum Standard in einer Wohnung. Bei mir im Van gibt es Strom aber nur über die Solarplatte, vom Campingplatz oder in einem Café. Und hinzukommt, ich weiß ja heute nicht, wo ich vielleicht in zwei, drei Tagen bin. Und gerade in Schottland, wo es oft regnet, sehr bewölkt ist, und man sich auch eher in Gegenden mit weniger Zivilisation aufhält, musste ich meinen Strom schon oft aufsparen und konnte nur das Nötigste machen.

Ein anderes Thema ist das Internet. Zunächst haben wir uns immer an Orten mit WLAN aufgehalten, aber auch das hat oft nicht gereicht, um wirklich etwas Produktives im Internet zu machen. Ich musste mir also eine Alternative suchen. So schaffte ich mir recht schnell einen mobilen Wi-Fi Router an und habe über die Telekom einen zusätzlichen Vertrag mit 12GB abgeschlossen. So war ich zumindest nicht mehr an den Ort gebunden. Denn ich hatte mein Internet ja immer dabei! Aber auch hier war Schottland ein Ausreißer – in den Highlands war es oft echt schwer überhaupt Empfang zu haben. Ich kann mich an einige Tage erinnern, an denen ich quasi dem guten Empfang hinterhergefahren bin. In den anderen Gegenden war es aber kein Problem und in Stadtnähe sowieso nicht.

Letztlich hat es irgendwie also immer geklappt. Und die Orte, die ich dadurch sehen konnte, haben mich den Stress mit der Suche nach Internet einfach wieder vergessen lassen.

Ein flexibles Büro und immer eine neue Aussicht

In meinem Van habe ich alles, was ich brauche: Laptop, Headset, Maus und meinen Schreibblock. Die restliche Büroatmosphäre kommt über den aktuellen Ort, an dem ich gerade bin. So stand ich zum Beispiel mal an einem breiten Strand in Irland, mein Freund war surfen und ich habe mit Kollegen ein Projekt via Slack besprochen. Anschließend konnte ich kurze Zeit am Strand sitzen und Fotos davon machen, wie er versucht auf der Welle zu bleiben. Oder, das war auch eine spannende Zeit: Ich habe vormittags für Inpsyde gearbeitet und konnte nachmittags auf einer Farm mit Enten, Hühnern und viel Gemüse zum Ernten und Pflanzen aushelfen. Und Abends konnte ich noch ein paar Themen aufarbeiten.

Und Morgen gibt es einen neuen tollen Beitrag in unserem Adventskalender 2017!

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