Der 1. Mai ist ein geschichtsträchtiges Datum. Den Auftakt für den heutigen Tag der Arbeit gaben im 19. Jahrhundert Gewerkschaften verschiedener Länder, darunter die USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland mit ihrer Forderung des Achtstundentags. Seither richten wir unseren Blick am 1. Mai auf die Zukunft der Arbeit. Der DGB setzt den Tag der Arbeit unter das Motto: Europa. Jetzt aber richtig! Kein Wunder, denn in der modernen Arbeitskultur werden Themen wie Vernetzung und Globalisierung immer wichtiger für uns. In diesem Beitrag gehen wir dem Wandel der Arbeitswelt auf den Grund. Wir untersuchen die Digitalisierung als Basis für eine grenzenlosere Kommunikation und als Chance für die Zukunft der Arbeit.

Was ist Digitalisierung?

Das Thema Digitalisierung ist mannigfaltig, allgegenwärtig und aufgrund seiner Komplexität nur schwer zu greifen. Je nachdem, in welchem Rahmen man es betrachtet, verändert sich seine Bedeutung.

Betrachten wir zum Beispiel den Einfluss digitaler Medien auf den Alltag: Wir bloggen, twittern, posten, chatten, skypen, liken … ja, wir tindern sogar. Wir kommunizieren und vernetzen uns in einer digitalen Welt, deren Grenzen immer mehr schwinden. Gleichzeitig entwickeln wir unsere digitale Persönlichkeit. Wer bin ich und wie soll man mich sehen? Wir wollen nicht nur Sichtbarkeit erreichen, sondern auch kontrollieren, was man von uns sieht. Die Präsentation der eigenen Person über verschiedenste soziale Medien ist ebenfalls Teil der Digitalisierung. Und wenn wir Antworten suchen? Googel doch bei Gelegenheit den Begriff „Googeln“. Du wirst erkennen, dass unser digitaler Alltag schon deutlichen Einfluss auf unsere Sprache und auf unser Denken genommen hat.

Man könnte nun noch viele andere Bereiche des Alltags beleuchten und wird immer auf diese Essenz stoßen: Die digitale Welt ist zu einem Teil unserer Alltagskultur geworden.

Doch wie sieht es in der Arbeitswelt aus? Lassen sich hier auch die Einflüsse der digitalen Kultur erkennen? Nun, es lässt sich zweifelslos eine Technisierung erkennen. E-Mails, Videokonferenzen und Intranet gehören zum Berufsalltag von Vielen. Eine Digitalisierung der Arbeitswelt ist aber erst ins Rollen gekommen.

Die Digitalisierung der Arbeitskultur

Eines der prägnantesten Merkmale der Technisierung ist, dass sie uns ermöglicht, Entfernungen zu überbrücken: Wir können mithilfe von Kommunikationstools sowohl räumliche wie auch zeitliche Grenzen überwinden, um miteinander in Verbindung zu treten. Sprachbarrieren werden dabei zunehmend durch Übersetzungsfunktionen überwunden. Dank Messaging-Diensten ist man unkompliziert und schnell erreichbar, wenn man es will – und manchmal auch, wenn man nicht will. Alles in allem sind wir heute sehr viel flexibler als noch vor 10 Jahren. Diese Entwicklung lässt sich auch in der Arbeitswelt wahrnehmen.

Digitalisierung: Remote zu arbeiten gibt uns mehr Freiheit und Flexibilität

Die Mitarbeiter von Inpsyde arbeiten zum Beispiel am Schreibtisch, in ihrem Wohnzimmer, im Park, in Australien oder auch auf Malta. Jeder Inpsyder kann von dort arbeiten, wo er möchte. Über Kommunikations- und Organisations-Tools wie Slack und Jira bewegen wir uns in einem virtuellen Büro. Wir besprechen, planen und tauschen uns aus und sind dabei in räumlichem Sinn nur an das Internet gebunden. Remote zu arbeiten, verschafft den Mitarbeitern und damit auch Inpsyde mehr Freiheit und Flexibilität.

Natürlich können wir dadurch nicht alle Grenzen überwinden. Wenn meine Internetverbindung streikt, verliere ich die Fähigkeit zur Kommunikation mit dem Team. Wir sind deshalb davon abhängig, dass unser technischer Kommunikationskanal funktioniert. Außerdem reicht es nicht aus, sich einfach nur technischer Hilfsmittel für die Kommunikation und Organisation im Unternehmen zu bedienen – es geht darum, sie sich bestmöglich zu Nutze zu machen! Ein kurzes Beispiel:

Neue Kommunikationsformen in der Digitalisierung

Wenn man eine Nachricht über einen Messenger-Dienst schreibt, fasst man sich meist kurz. Denn: Im Vordergrund steht die schnelle und effektive Kommunikation in Echtzeit. Verfasst man dagegen eine E-Mail, spielt die schnelle Kommunikation eine weniger große Rolle. Hier geht es darum, einer anderen Person Informationen auf einem unkomplizierten, verlässlichen Weg und in angemessener Zeit zukommen zu lassen. Man nimmt sich in der Regel Zeit für eine Begrüßung und einen Gruß am Ende. Die Form wird gewahrt. Wenn ich nun eine Nachricht über einen Messenger wie Slack auf dieselbe Weise wie eine E-Mail formuliere, verlangsame ich dadurch die Kommunikation. Damit würde ich dem eigentlichen Zweck des Messengers – der schnellen Kommunikation – entgegenwirken. Aus diesem Grund passen wir unsere Kommunikation dem jeweiligen Kanal und seinem Zweck an.

Die Standards für solche Kommunikationsformen etablieren sich prozesshaft und entwickeln sich dynamisch. Neue technische Möglichkeiten formen unsere Kommunikation und andersherum. Hashtags, Smileys und Akronyme wie „afk“ sind nur einige von zahlreichen Beispielen für die Entwicklung neuer Formen der Kommunikation im Zuge der Digitalisierung.
 
Digitalisierung: Es gibt viele Formen der digitalen Kommunikation.

Digitalisierung geht über Technisierung hinaus

Kommen wir zurück zu der Frage, was Digitalisierung ist: Von Digitalisierung zu sprechen und sich dabei alleine auf die Technisierung, also die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien, zu beziehen, ist zu einseitig gedacht. Digitalisierung meint auch die Integration einer neuen Technik in verschiedene Bereiche der Alltagskultur.

In Bezug auf den Arbeitsalltag geht es vor allem darum, auch die eigene Arbeitsweise zu digitalisieren. Das heißt, dass bestimmte Arbeitsprozesse in Abstimmung auf die verwendete Technik neu entwickelt und immer wieder angepasst werden müssen. Das Verhältnis des einzelnen Menschen zur Technik spielt dabei eine große Rolle. Jeder Mensch hat andere Präferenzen, Arbeits- und Denkweisen. In der heutigen Zeit ist es wie nie zuvor möglich, Arbeits-Tools wie Browser und Programme für den eigenen Gebrauch anzupassen. Davon können wir profitieren, indem wir uns folgende Fragen stellen:

  • Welche Technologien kann ich nutzen, um mir meine Arbeit zu erleichtern?
  • Wie kann ich bestimmte Tools so einstellen, dass sie optimal an meinen Arbeitsprozess angepasst sind?
  • Wie gestalte und strukturiere ich meine Arbeitsumgebung und Arbeitsprozesse, sodass sie meinen individuellen Bedürfnissen entsprechen?

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich unsere Arbeitswelt und das hat Einfluss auf unsere Arbeitsmethoden, unser Denken, unsere Kultur und unsere Möglichkeiten. Aber wir können auch selbst Einfluss auf diese Entwicklung nehmen. Jeder von uns kann dazu beitragen, effektive Standards, Grundlagen und Sichtweisen zu etablieren, die die Zukunft der Arbeit mitgestalten werden. Deshalb sollten wir aufmerksam und reflektiert mit diesem Thema umgehen und uns dieser Verantwortung bewusst sein. Dazu gehört auch ein reger Meinungsaustausch, damit keine Perspektive auf das Thema Digitalisierung und Arbeitskultur ungehört bleibt! Ob ihr kommentiert, bloggt oder tweetet: Teilt eure Meinung zum Thema! Die Zukunft der Arbeit liegt in unseren Händen.


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