Freue dich darauf, diesen sehr reflektierten sechsten Adventskalender-Beitrag darüber zu lesen, wie man ein Clean Code Developer ist. Inpsyder Tobias beschreibt seinen persönlichen Weg zum Clean Code.


Am Ende eines jeden Jahres neige ich dazu, darüber nachzudenken, was ich im letzten Jahr erreicht habe und wohin ich in den nächsten 12 Monaten gehen möchte. Und um es kurz zu machen: Was meine Arbeit betrifft, war das letzte Jahr eine höllische Fahrt – eine Fahrt, die besser nicht hätte sein können. Und ich möchte einen Teil dieser Geschichte mit euch teilen.

Aber zunächst … es war einmal vor ein paar Jahren – oder Jahrzehnten …

Ich glaube, ich habe meine ersten Zeilen Code vor etwa 30 Jahren auf dem Commodore 64 geschrieben, den mein Bruder früher besaß. Ich war sehr jung und konnte damals kaum lesen und schreiben. Und obwohl ich inzwischen auf vielen verschiedenen Wegen unterwegs war, kam ich immer wieder auf das Schreiben von Code zurück – sowohl für mich selbst als auch für andere. Aber erst vor Kurzem begann ich zu verstehen, dass es viel mehr in der Softwareentwicklung gibt, als nur Code zu schreiben, “damit es funktioniert”. Ich begann, mehr über Entwurfsmuster und Softwarearchitektur zu lernen und das Gelernte anzuwenden.

Kurz bevor ich Anfang des Jahres Inpsyder wurde, haben mich einige Kollegen auf das Buch “Clean Code – Refactoring, Patterns, Testen und Techniken für sauberen Code” von Robert C. Martin (allgemein bekannt als “Uncle Bob”) hingewiesen. Clean Code beschreibt Best Practices und Prinzipien, um guten, gut strukturierten, wartbaren und leicht verständlichen Code auf der untersten Ebene zu schreiben. Und das war ein Durchbruch für meine Arbeit als Softwareentwickler. Ich erreichte eine ganz neue Ebene, als ich begann, diese Prinzipien auf meine Arbeit anzuwenden.

Wie du bereits vielleicht gelesen hast, suche ich immer nach Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung. Also habe ich begonnen mich zu fragen:

Was macht eigentlich einen professionellen Software-Entwickler aus?

Eine der ersten Ressourcen, die ich gefunden habe, war die Website https://clean-code-developer.de/. Das ist eine Initiative für mehr Professionalität in der Softwareentwicklung – etwas, das mich sofort begeistert hat. Basierend auf den Prinzipien von Clean Code, die ich bereits zu verwenden begann, begann ich, mehr über die Tugenden und Werte professioneller Softwareentwickler zu erfahren. Außerdem erfuhr ich mehr über ein System von Graden, dem ich folgen konnte, um mehr und mehr die Prinzipien von Clean Code und professioneller Softwareentwicklung in meine tägliche Arbeit zu integrieren. Und ich erkannte bald, dass es mein ganzes Leben und nicht nur meinen Job beeinflussen würde, wenn ich diesem Weg weiter folgen würde.

Was bei mir wirklich gut ankam, ist die Tatsache, dass es bei den Graden oder Stufen nicht um Grade wie beim Kampfsport geht, sondern eher um einen Kreislauf. Wenn du durch alle Stufen gereist bist, fängst du wieder von vorne an und beschäftigst dich erneut mit den Prinzipien und Praktiken der ersten Stufe, um deine Praxis weiter zu vertiefen und dich noch einmal auf die Grundlagen zu konzentrieren.

Ich muss zugeben, dass ich auf diesem Weg nicht so weit gekommen bin, wie ich es mir gewünscht hätte. Obwohl ich im letzten Jahr eine ganze Menge großer Schritte nach vorne gemacht und viel gelernt habe, weiß ich, dass ich immer noch nur einen winzigen kleinen Teil des Universums der Softwareentwicklung kenne. Und dem Weg des Clean Code Developers weiterhin zu folgen wird ein großer Schritt in Richtung zu mehr Fähigkeiten und andauernder persönliche Entwicklung sein.

Also, wo führt das ganze hin?

Obwohl ich mich freue, dass du meine Geschichte gelesen hast, möchte ich dich hier nicht ohne irgendein Fazit zurücklassen.

Ich habe mich selbst dazu verpflichtet, erneut mit der ersten Stufe des Clean Code Developers zu beginnen.

Und ich fordere dich heraus, dasselbe zu tun. Mache es zu einem Teil deiner Arbeit und deiner täglichen Praxis.

Wenn du also auf dem gleichen Weg beginnen möchtest (oder ihm bereits folgst), kommentiere und lass es mich wissen. Und wenn du einen anderen Weg gehst, dann schreib darüber einen Kommentar. Teile deine Erfahrungen mit anderen.

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